Neue löwen

Wenn jede Minute zählt: die Juniorhelfer trainieren die Wiederbelebung und werden zu Herzensrettern

Alle frisch ausgebildeten Herzensretter

Engen, 16. Juni 2026 –Jährlich erleiden in Deutschland mehr als 120.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ob die Betroffenen überleben, hängt häufig davon ab, ob umstehende Personen sofort handeln. Dennoch wird nach Angaben des Deutschen Rates für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) derzeit nur bei rund 55 Prozent der Fälle vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Im internationalen Vergleich hat Deutschland zwar aufgeholt, liegt aber weiterhin hinter den europäischen Spitzenreitern wie Schweden oder den Niederlanden, wo Laienreanimationsquoten von bis zu 80 Prozent erreicht werden.

Um diese Situation langfristig zu verbessern, setzt das bundesweite Programm „Löwen retten Leben“ auf die Ausbildung bereits junger Menschen. Auch an der Grundschule Engen spielt dieses Thema eine wichtige Rolle: Am 16. Juni nahmen 25 Juniorhelferinnen und Juniorhelfer der Klassen 2 bis 4 an der Herzensretter-Ausbildung teil.

Unter der Anleitung der zertifizierten LRL-Basic-Instruktorin Stefanie Mauch und mit Unterstützung durch Lehrerin Inga Metz sowie Löwin Sophia Herrera Mauch, lernten die Kinder in zwei praxisnahen Unterrichtsstunden, wie sie in Notfallsituationen richtig reagieren können. Mit großem Interesse und bemerkenswertem Vorwissen beschäftigten sie sich mit den wichtigsten Maßnahmen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand und trainierten das richtige Vorgehen im Ernstfall.

Dazu gehört auch das praktische Üben an den Reanimationspuppen. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur, wie tief und wie schnell die Herzdruckmassage durchgeführt werden muss, sondern auch, wie wichtig das richtige Abwechseln ist: Denn auch im professionellen Rettungsdienst wechseln sich Helfende etwa alle zwei Minuten ab, um die Qualität der Wiederbelebung konstant hoch zu halten. Die Kinder arbeiteten konzentriert und engagiert mit und erlebten so unmittelbar, wie entscheidend Teamarbeit und Ausdauer im Ernstfall sind und zeigten das Erste Hilfe keine Frage des Alters ist.

Mit der Herzensretter-Ausbildung leistet die Grundschule Engen einen wichtigen Beitrag dazu, Hemmschwellen abzubauen und Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Denn wer schon früh lernt zu helfen, hat später weniger Berührungsängste – und kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.

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